11. Hamburger Fachtagung

für Europäische Betriebsräte und SE-Betriebsräte

Ort: Hamburg

Beginn: Montag, 28. Januar 2019, 9 Uhr
Ende: Dienstag, 29. Januar 2019, 17 Uhr
 

Wie jedes Jahr seit 2009 findet unsere zweitägige
Fachtagung im Hotel Hafen Hamburg statt.

 

Seminarprogramm:

Montag, 28. Januar, 9-17 Uhr
"Aktuelle Themen der EBR- und SE-Arbeit"

 

Prof. Dr. Reingard Zimmer, Berlin

Professorin für Arbeitsrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht

  • Eröffnung, Tagesleitung und Moderation
  Reingard Zimmer unterstützt die EWC Academy seit 2004 als Trainerin und juristische Beraterin. >>

 

Dr. WernerAltmeyer, Hamburg

Geschäftsführer der EWC Academy

  • Neueste Entwicklungen in der EBR und SE-Landschaft und aktuelle Gerichtsentscheidungen
  Werner Altmeyer ist seit 1997 für die EWC Academy und deren Vorläuferorganisationen tätig. >>

 

Fred van Oort, Utrecht

Stellvertreternder Vorsitzender des EBR der Deutschen Bahn

  • Mindeststandards bei grenzüberschreitender Verlagerung von Arbeitsplätzen

  Seit 2015 gibt es bei der Deutschen Bahn eine europäische Betriebsvereinbarung über Mindeststandards für die grenz-überschreitende Verlagerung von Arbeitsplätzen ins „Shared Service Center Buchhaltung" in Bukarest. Sie beinhaltet einen europaweiten internen Stellenmarkt, Qualifizierungsmaßnahmen, den Vorrang von Weiterbeschäftigung im Heimatland, einen Härtefallfonds und die Möglichkeit des vorzeitigen Ruhestandes. Zur Beilegung eventueller Meinungsverschiedenheiten wurde eine paritätisch besetzte Clearingstelle gebildet. Der EBR wurde dafür mit dem Deutschen Betriebsrätepreis ausgezeichnet.

 

Christian Klinger, Karlsruhe

Mitglied im engeren Ausschuss des EBR im italienischen Versicherungskonzern Generali

  • Europaweite Rahmenvereinbarung zur Telearbeit
  • Konkrete Auswirkungen am Beispiel je eines Landes in West- und Osteuropa
  Im Mai 2017 unterzeichnete der Europäische Betriebsrat von Generali mit der zentralen Leitung eine gemeinsame Erklärung zur Telearbeit. Künftig sollen in allen Niederlassungen in Europa innovative Maßnahmen ("Smart Working") stärker gefördert werden, die zu einer agileren Organisation und zum Aufbau neuer Fähigkeiten führen. Relevante Themen sind Freiwilligkeit, Häufigkeit, Gesundheits- und Datenschutz, Beschäftigungsbedingungen, Zugang zum Telearbeitsplatz durch den Betriebsrat, Ausrüstung des Arbeitsplatzes, Aus- und Weiterbildung, Unfallversicherung, kollektive Rechte des Telearbeitnehmers. Siehe www.ebr-news.de/032017.htm#8.2

 

Adam Pokorny, Brüssel
Leiter des Referats Arbeitsbedingungen in der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission
  • Ergebnisse der jüngsten EBR-Studie und Vorschläge für härtere Sanktionen
  Im Mai 2018 legte die Europäische Kommission einen Bericht zur EBR-Richtlinie 2009 vor. Als zentrale Probleme benennt sie, dass es weder eine Liste der (Mindest-) Informationen gibt, die den EBR-Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden müssen, noch irgendwelche zeitlichen Vorgaben für den Ablauf eines Unterrichtungs- und Anhörungsverfahrens. Auch die Bedeutung der Stellungnahme des EBR sei unpräzise und dessen Einfluss auf Unternehmensentscheidungen zu gering. Die Interpretation des Begriffs "länderübergreifende Zuständigkeit" sei in der Praxis häufig mit Problemen behaftet. Es soll zwar keine Änderungen an der Richtlinie geben, aber die EU-Mitgliedstaaten sollen "wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen im Fall von Zuwiderhandlungen gegen die Richtlinienbestimmungen" per Gesetz einführen. Siehe www.ebr-news.de/022018.htm#1
 
Dienstag, 29. Januar, 9-17 Uhr
Option 1: Kurzseminar "Lohnt es sich für den EBR, vor Gericht zu gehen?"

Einführung

Überblick über EBR-Gerichtsentscheidungen der letzten Jahre (Dr. Werner Altmeyer)

Eine Vertreterin des EBR der Deutschen Telekom berichtet über das laufende Verfahren vor dem Landesarbeitsgericht Köln

 

Dieter Hügle, Teningen (Baden)

EBR-Vorsitzender im australischen Verpackungskonzern Amcor

  • Erfahrungen mit deutschen Arbeitsgerichten, die Reaktion der zentralen Leitung und die neue Konsultationspraxis nach Beilegung aller Gerichtsverfahren
  Bei Amcor gab es 2015/16 insgesamt fünf Gerichtsverfahren vor deutschen Arbeitsgerichten. Als eine Rechtsbeschwerde auf dem Weg zum Bundesarbeitsgericht war, bot die zentrale Leitung eine außergerichtliche Lösung an. Siehe www.ebr-news.de/022016.htm#1
 
Option 2: Kurzseminar "Arbeit 4.0"

Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen, Dortmund

  • Herausforderungen für Unternehmenskultur und Mitbestimmung
  • Betriebsbeispiele für gute digitale Arbeit und Qualifizierung
   

 

 

 

Organisatorisches

Flyer mit Anmeldeformular

Anmeldeformular

 

Preis: € 1195,- zzgl. Umsatzsteuer
Der Preis beinhaltet die Seminarteilnahme, Verdolmetschung (Deutsch – Englisch, weitere Sprachen auf Anfrage) und die gesamte Verpflegung während des
Seminars.

Tagungsort: Hotel Hafen Hamburg
€ 132,- pro Nacht inkl. Frühstück und Umsatzsteuer
www.hotel-hafen-hamburg.de

Das maritime Hotel Hafen Hamburg liegt oberhalb der St. Pauli-Landungsbrücken und wird uns während des Seminars mit seinem grandiosen Ausblick über Hafen und Elbe beeindrucken. Die für uns reservierten Zimmer liegen im neuen Gebäude des Hotels in der "Kajüten-Residenz" und überzeugen mit modernem Flair und funktionalem Komfort.

Am Montag gehen wir zum Abendessen in das Restaurant "Das Feuerschiff" an den Landungsbrücken, von dem wir einen direkten Blick auf die Elbphilharmonie haben. www.das-feuerschiff.de

 

 

   EWC Academy GmbH - Rödingsmarkt 52 - 20459 Hamburg